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Freitag, 11. September 2015

Zucchini - Baba Ganoush von der Zucchini und Fächerzucchini vom Grill

Durch meine lange Sommerpause bleiben noch jede Menge Sommer-Saisonrezepte im Vorrat und langsam wird es knapp. Für alle, die sie noch sehen können und sie nicht schon über haben kommen gleich zwei Verwendungsmöglichkeiten für Zucchini. Also räumt den Grill noch nicht weg, gebt die Hoffnung nicht auf und genießt jeden Sonnenstrahl. 





Baba Ganoush von der Zucchini für 4 Personen als Vorspeise

4 Zucchini
80g griechischer Joghurt
15g Roquefort
1 Ei
20g Pinienkerne
15g Butter
1/2 TL Chiliflocken
1 TL Zitronensaft
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Za'atar
Salz und Pfeffer

Die Zucchini auf einem Blech unter dem Backofengrill 45 Minuten lang unter regelmäßigem Wenden grillen bis die Haut ganz schwarz ist. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Der Länge nach aufschneiden und das Fruchtfleisch herauslösen und in einen Sieb geben. Den Sieb auf eine Schüssel stellen und über Nacht abtropfen lassen. 

Den oghurt mit dem Käse und dem Ei in einen kleinen Topf geben und etwa 3 Minuten lang sehr vorsichtig erwärmen, das Ei darf nicht stocken, alles soll aber durch und durch erwärmt werden. 

Die Pinienkerne mit der Butter in eine kleine Pfanne geben und 3-4 Minuten bei niedriger Temperatur braten bis die Pinienkerne goldbraun sind. Dann vom Feuer nehmen und Chiliflocken und Zitronensaft daruntergeben und beiseitestellen. 

Das Zucchini Fruchtfleisch mit dem zerdrückten Knoblauch, 1/2 TL Salz und ordentlich Pfeffer in eine Schüssel geben, alles mit einer Gabel vermischen und die Masse auf eine Servierplatte streichen. Die warme Joghurtsauce darauf verteilen und die Chilibutter mit den Pinienkernen dazugeben. Mit Za'atar bestreuen und direkt servieren. 
















Nach Vegetarische Köstlichkeiten von Yotam Ottolenghi. 



Für die Fächerzucchini vom Grill ein Stück Alufolie mit Öl einpinseln. Ganz fein geschnittenen Knoblauch darauf geben und etwas gehackten Basilikum, Salz und Pfeffer. Dann die in 3 mm dick geschnittenen Zucchini und Tomatenscheiben abwechselnd fächerartik auf der Alufolie auslegen. Mit Öl beträufeln und mit gehacktem Basilikum und Knoblauch bestreuen. 
Auf den Grill legen und von der einen Seite grillen lassen. Dann zum Wenden auf ein Brett oder ein Blech ziehen. Ein gleich großes Stück Alufolie darauf legen und ein Brett oder eine Platte drauf legen. Einmal herum drehen und wieder auf den Grill legen mit der "neuen" Seite. Vorsichtig die Alufolie oben abziehen, sie kann etwas festgeklebt sein. 
Von der anderen Seite grillen und alsbald servieren. 



Dienstag, 16. Juni 2015

Frankreichklassiker: Poireaux vinaigrette - Lauch mit Vinaigrette mit pochiertem Ei

Ein schönes Gericht, das man eigentlich das ganze Jahr über machen kann. Lauch gibt es ja fast immer. Besonders gut ist es aber mit den schönen jungen Lauchstangen, die jetzt Saison haben. Gegrillt bekommen sie ein wunderbares Aroma, nicht zu vergleichen mit gedämpft oder gekocht.
Meine Rezeptquelle war Rachel Khoo aus Paris in meiner Küche, zu dem ich immer wieder gerne greife wenn ich was franuösisches machen mag. 
Genießt den Poireaux vinaigrette vegetarisch oder vielleicht mit etwas Schinken, als Vorspeise oder Hauptgericht, und wie gesagt - das ganze Jahr über immer wieder!






































Für zwei Personen: 

4 junge Lauchstangen
2 EL Olivenöl
2 frische Eier
einiger Spritzer Essig

Für die Vinaigrette
6 EL Sonnenblumenöl
3 EL Weißweinessig
2 TL grobkörniger Senf
1 Prise Zucker
Salz

Die äußeren Blätter von den Porreestangen entfernen, die Enden abschneiden und die Stangen längs halbieren. 10 Minuten in kaltes Wasser legen damit sich der Sand aus den Stangen löst. 
Eine Grillpfanne oder den Grill stark erhitzen. Die Schnittseite des Lauchs mit Öl bestreichen und mit dieser Seite nach unten auf den Grill legen und etwa 5 Minuten braten. Wenden und weitere 5 Minuten braten. Zur Seite stellen. 
In einem großen Topf reichlich Wasser aufkochen. Die Eier einzeln in Tassen aufschlagen und mit einigen Tropfen Essig beträufeln. In das sprudelnd kochende Wasser mit einem Kochlöffel einen Strudel rühren und die Eier vorsichtig in den Strudel gleiten lassen. Hitze reduzieren und 3-4 Minuten ziehen, nicht mehr kochen lassen. 
Die Zutaten für die Vinaigrette miteinander verrühren, mit Salz abschmecken. 
Den lauwarmen Lauch anrichten und mit der Vinaigrette beträufeln. Das pochierte Ei darauf anrichten und mit Salz und Pfeffer bestreuen. 



Freitag, 6. Februar 2015

Elsässer Menü, Vorspeise: Salade de Choucroute mit Kürbis und Walnüssen

Traditionen, Gewohnheiten und Bräuche sind so was Schönes. Chéri ist dem eher abgeneigt was man so tun muss weil man es eben so macht. Er empfindet das eher als einengend. 
Mir gibt das Sicherheit und Stabilität und ich kann so einen Brauch oder Ritual nach ausgiebiger Vorfreude so richtig zelebrieren. Sei als Beispiel genannt das Salamibrötchen wenn wir verreisen oder einen Ausflug machen. Oder die Dampfnudel auf der Kerwe in dem Dorf wo ich aufgewachsen bin. Oder man denke an all die saisonalen Köstlichkeiten, die wir mit verschiedenen Zeitpunkten im Jahr verbinden (Erdbeerkuchen, Stangenspargel,  Weihnachtsplätzchen, Martinsgans, Galette des rois, Fastnachtskrapfen und und und. 

Wir haben in Strasbourg nicht viele Freunde und somit nicht sehr viele Abendeinladungen. Umso schöner ist es dass wir mit einigen Freunden, die nicht in Strasbourg wohnen, über die Jahre feste Daten eingerichtet haben, an denen wir uns gegenseitig besuchen. So verlieren wir uns über die Jahre nicht aus den Augen und haben über das Jahr verteilt viele Gelegenheiten für Vorfreude aufeinander. 
Für Freude aus der Franche Comté, die uns jedes Jahr im Januar in Strasbourg besuchen, hatte ich mir ein Menü "tout Alsace" ausgedacht, mit elsässischen Spezialitäten, nur mit ein bisschen Pfiff.
Zur Vorspeise gabs Choucroute, allerdings nicht auf herkömmliche Art und Weise sondern roh als Salat. Das hat hervorragend geschmeckt, wieder einmal verrückt wie sich der Geschmack von Lebensmitteln doch ändern kann je nach dem wie die Zubereitung ist, 
Unbedingt ausprobieren!




Für vier Personen: 

200g rohes Sauerkraut
ca 10 dünne Scheiben Butternut Kürbis
200g Feldsalat oder junge Spinatblätter
1 Hand voll Walnüsse
1 EL Apfelessig
1 TL grober Senf (Moutarde à l'ancienne)
1 Prise Currypulver
1 TL Sojasauce
4 EL Walnussöl
1/2 TL Zucker
Salz, Pfeffer

Alle flüssigen Zutaten zu einer Sauce verrühren. 
Die Scheiben vom Kürbis in Juliennestreifen schneiden und ganz kurz blanchieren. Abschrecken und abtropfen lassen. 
Die Nüsse in einer Pfanne oder im Ofen kurz anrösten. 
Das Sauerkraut kurz mit klarem Wasser durchspülen und gut ausdrücken. Mit den Händen  zerpflücken.
Die gewaschenen Feldsalatblätter auf Tellern anrichten.  Das Sauerkraut und die Kürbisjulienne darauf verteilen. Mit der Sauce gleichmäßig begießen und die Nüsse darüber streuen. 

Inspiriert von: http://www.editionsdelamartiniere.fr/blog?billet=77980


Montag, 2. Februar 2015

Mangosalat mit Rinderfiletstreifen und selbstgemachter Terriyaki Sauce

Heute nehme ich euch mit auf Reisen. Nach München. Das München in Asien. 
Nee, natürlich nicht im Ernst aber ich habe bei meinem letzten Besuch in München einen so tollen Mangosalat mit Flanksteakstreifen gegessen dass ich mich fühlte als wäre ich in Asien. Wäre nicht der Rest ziemlich typisch München gewesen, ich hätte geglaubt ich sei in Singapur. 
Überhaupt war ich wieder ganz begeistert vom Buffet Kull. Ich war dort schon zum zweiten Mal und fand es wie schon beim ersten Mal ganz toll. Sehr gutes Essen und eine schöne Atmosphäre irgendwo zwischen Bar, gemütlicher Weinstube (ich sag nur karierte Tischdecken) und gutem Speiserestaurant. Genau richtig für einen Weiberabend und publikumsmäßig genau das was ich für typisch München halte - also (fast) ohne echte Bayern eben. 
Zum Anlass meines Nachkochversuchs habe ich eine Terriyaki Sauce selbst gemacht, furchtbar einfach, sind nur vier Zutaten drin. Völlig unnötig das fertig zu kaufen. Das Ergebnis war super, könnt ihr getrost nachkochen. Nehmt aber unbedingt gutes Rindfleisch, am besten Filet. Meins war ein bisschen hart (Hüftsteaks), das hat das Essvergnügen ein bisschen gemäßigt. 

Für zwei Personen als üppige Vorspeise

Für die Terriyaki Sauce nach diesem Rezept
6 EL Sojasauce
6 El Mirin (süßer Reiswein)

6 El Sake
1 TL brauner Zucker


1 Mango, nicht zu reif, ruhig noch ein bisschen hart
4 Pak Choi
2 EL Cashew Kerne geröstet
Einige Korianderblättchen
4 EL neutrales Öl
1 EL geröstetes Sesamöl
1 EL Fischsauce
1/2 EL Reisessig
3 dünne Scheiben Ingwer
1 Knoblauchzehe zerdrückt

200g Rinderfilet 

Für die Terriyaki Sauce alle Zutaten in einem kleinen Topf mischen und 10-15 Minuten köcheln lassen damit sie ein wenig eingedickt ist. Beiseite stellen. 

Für das Dressing vom Mangosalat Öl, Sesamöl, Fischsauce und Reisessig miteinander mischen und den Ingwer und die Knoblauchzehe einige Minuten bis zur Verwendung darin ziehen lassen, 

Die Mango schälen und mit dem Julienneschneider oder der Mandoline in dünne lange Streifen schneiden. Den Pak Choi waschen und ebenfalls in schmale Streifen schneiden. In einer Pfanne oder dem Wok mit etwas Öl kurz andünsten. Abkühlen lassen und mit der Mango und dem Dressing mischen. 

Auf Tellern anrichten. 
Das Rinderfilet in Streifen schneiden und in einer sehr heißen Pfanne kurz scharf anbraten. 
Aus der Pfanne nehmen und mit der Terriyaki Sauce mischen und auf dem Mangosalat verteilen. Sofort servieren. 


Donnerstag, 11. Dezember 2014

Elf

Als Arschloch unter den Gemüsen wird gemeinhin der Fenchel bezeichnet. (Z.B. hier).
Chicorée hat diese Auszeichnung wie ich finde ebenfalls verdient.
Gratin d'endives (in gekochtem Schinken eingerollt mit dicker Bechamel überbacken) gehört er sicher zur Oberliga der meist-gehassten Kantinenessen des französichen Gourmetnachwuchses.
Ich kann den Hass nicht teilen - musste aber auch keine endives als Gratin in der Kantine essen - ich mag die bitteren Wintersalatsorten ausgesprochen gern, bevorzuge sie gar dem doch recht farblosen Kopfsalat.
Warm kann man sie entweder einfach nur in etwas Butter und ganz bisschen Zucker karamellisieren oder sich gar trauen sie zu gratinieren. Nicht etwa mit Beschameeel, sondern mit einer feinen Panade mit Parmesan und hauchdünn geschnittenem luftgetrockneten Schinken.
Ein perfekter Einstieg in ein Wintermenu (vielleicht gar an Weihnachten?) oder auch einfach nur pur als leichtes Abendbrot.
Von Yotam aus  Das Kochbuch mediterran*orientalisch*raffiniert
















Für vier Personen
40g Butter
4 TL Zucker
6 Köpfe Chicorée
50g Semmelbrösel
70g geriebener Parmesan
2 EL Thymianblätter,
120g Sahne
12 dünne Scheiben Serranoschinken
Olivenöl
2 TL gehackte Petersilie (weggelassen)
Salz und schwarzer Pfeffer

Den Chicorée längs halbieren. Die Butter und den Zucker in eine Pfanne geben und die Chicoréehälften mit der Schnittfläche nach unten 2-3 Minuten  karamellisieren. Aus der Pfanne nehmen und mit der Schnittfläche nach oben in eine Auflaufform legen. 
Aus den Semmelbröseln, Sahne, Parmesan, Thymian, Salz und Pfeffer eine Panade herstellen, die Chicoréehälften damit bestreichen und mit einer Scheibe Schinken belegen. Bei 200 Grad im vorgeheizten Ofen 15-20 Minuten backen.


Montag, 20. Januar 2014

Achtung Lieblingsrezept! Gebackener Feta mit Linsen

Immer noch Winter - immer noch Hunger auf geschmolzenen Käse. Wobei gebackener Feta ja auch im Sommer gut schmeckt. 
Der gebackene Feta mit Linsen ist ein richtiger Allrounder: frische sommerliche Aromen von Minze und Zitrone verbinden sich mit nussig-krätigem Geschmack der Linsen. Es ist ein vollwertiges Gericht - nimmt man etwas weniger ist es eine schöne Vorspeise. Das Gericht ist schnell gemacht und trotzdem raffiniert.   
Ich habe es vor Jahren auf der Rezeptdatenbank der Sendung alfredissimo entdeckt und ausgedruckt. Einen Link dazu gibts schon gar nicht mehr. Dafür aber wunderbare Fotos unserer Idole aus den 90ern, die alle mit Bio gekocht haben. 
Wir essen es sehr gern und immer wieder. 
Man sollte unbedingt gute Linsen nehmen, die nicht aufbrechen und matschig werden. Ich schwöre auf die grünen du Puy Linsen. 
























Für zwei Personen (oder 4 als Vorspeise)

150g Linsen (grüne du Puy Linsen)
1 kleiner Bund frischer Thymian
1 rote Zwiebel
Zwei Scheiben à 150g Feta
Salz, Pfeffer, Olivenöl
1 Bund frische Minze
6 EL Olivenöl
3 EL Zitronensaft

Aus Alufolie zwei Quadrate schneiden. Die Zwiebel schälen, einmal in der Mitte teilen und in nicht zu feine Halbringe schneiden. Die Hälfte der Zwiebel auf den beiden Alufolien verteilen. Jeweils einen Zweig Thymian dazu legen und den Feta darauf geben. Etwas Pfeffer darauf mahlen und falls der Feta nicht schon zu salzig ist ein kleines bisschen salzen. Die restlichen Zwiebelringe und den Thymian darauf geben, mit etwas Olivenöl beträufeln und über die Ecken zu Päckchen verschließen. Bei 200 Grad ca 30 min backen. 
Die Linsen in kochendes Wasser ohne Salz geben und 15-20 min "al dente" kochen. Abgießen und noch warm mit der Vinaigrette aus Zitronensaft, Olivenöl, gehackter Minze, ordentlich Salz und Pfeffer mischen. Kräftig abschmecken. Je nach Vorliebe noch etwas Zitronensaft oder Öl hinzugeben. 
Die Linsen auf einen Teller geben, den gebackenen Feta drauflegen und mit dem Jus aus dem Aluminiumpäckchen beträufeln. 
Dazu schmeckt frisches Baguette und ein schöner kräftiger Rotwein.   












Mittwoch, 8. Januar 2014

Volle Packung Yotam - Pilze im Pergamentpäckchen

Da isser wieder, der Yotam, der Mann für alle Fälle, oder besser für alle Gemüse. Ich greife einfach immer wieder zu seinem Buch Genussvoll vegetarisch. mediterran-orientalisch-raffiniert um Anregungen für andersartige Zubereitungen von Gemüse zu bekommen. Besonders jetzt im Winter ist das schön weil die Gemüsekiste in diesen Monaten doch eher monoton ist. Da freut man sich über jede Abwechslung und jeden Frischekick. Yotam hat super Ideen für Kohl, Karotten, Rote Beete oder eben Pilze. 
Bon, frische Waldpilze, die wir für dieses Rezept brauchen haben auf dem Markt zwar nicht gerade Saison aber in meinem Supermarkt bekommt man ja das ganze Jahr über gezüchtete Champignons (für mich bitte unbedingt die braunen), Austernpilze, Shitake und Kräuterseitlinge. Uns haben die Pilze aus dem Pergamentpäckchen super geschmeckt. Wir haben dazu einen schönen Winter(klar!)salat mit pochiertem Ei und Speck gegessen. 

Für 4 Personen als Vorspeise (ich: für 2 als Hauptgericht mit dem Salat)

300g gemischte Waldpilze 
300g kleine Champignons (ich: 400g Braune Champignons, Austernpilze, Kräuterseitlinge)
200g gegarte kleine Kartoffeln (weggelassen)
4 Knoblauchzehen, zerdrückt
8 EL gehackter Kerbel
4 EL gehackter Estragon (weggelassen)
4 EL Olivenöl
8 EL Sahne
2 EL Ricard oder Pernod
Salz und schwarzer Pfeffer

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Pilze mit einem Pinsel oder Tuch putzen, nicht waschen und in kleine Stücke schneiden. die Kartoffeln in 1cm dicke Scheiben schneiden. 
Alle Zutaten in eine große Schüssel füllen und vermischen. Auf Backpapierquadrate geben, die Ecken oben zusammen nehmen und Päckchen machen, mit einer Schnur verschnüren. Die Päckchen auf ein Backblech setzen und im Ofen 17 min backen. Die Päckchen herausnehmen, eine Minute ruhen lassen und dann gleich servieren.  




Sonntag, 29. Dezember 2013

Katie's Rotkohlsalat mit Estragon-Zitronen-Joghurt

Zur Aufarbeitung des faulen Dezembers und der fetten Festtage kommen jetzt und demnächst ein paar fleischlose Rezepte. Allesamt aus dem Buch "What Katie ate" von Katie Quinn Davies, der erfolgreichen irischen nach Australien ausgewanderten und zur Food Fotografin konvertierten, bildhübschen Foodbloggerin. 
Ela von transglobal pan party hat das Buch anlässlich der letzten Genussbuch-Woche auch bereits rezensiert. Klick zur Rezension. Britta kamafoodra hat es auch. 
Ich stimme meinen Kolleginnen voll und ganz zu - die Fotos sind beeindruckend schön und haben eine ganz eigenen Stil, es finden sich jede Menge inspirierende Rezepte mit und ohne Fleisch und rund um den Globus. 
Mir ist bei den Dingen, die ich bisher nachgekocht habe lediglich aufgefallen, dass öfter mal was nicht stimmt in den Rezepten. Es mag vielleicht aber an einer schlampigen Übersetzung liegen wenn Zutaten aus der Liste in der Zubereitungsanleitung nicht mehr auftauchen oder umgekehrt...
Und es ist ein Kochbuch was erst beim wiederholten Lesen so richtig wirkt. Beim ersten Lesen war ich erst mal ein bisschen enttäuscht weil ich nicht so richtig viel Mehrwert in den Rezepten gesehen habe, zum Teil sind sie sehr klassisch. Jetzt aber fällt mir jedes Mal wenn ich das Buch aufschlage wieder ein Rezept auf was ich bald nachkochen möchte.   
Den Salat der jetzt kommt, haben wir Freunden als Vorspeise zu einem üppigen Herbstmenü serviert. Die Mischung der unterschiedlichen Aromen wie Orange, Ziegenkäse, Rotkohl, Fenchel und Estragon passt wirklich prima zusammen. Den Salat möchte ich euch ganz nah ans Herz legen. Besonders denen, die Rotkohl nicht gerne mögen - denn hier ist er wirklich bis zur Unkenntlichkeit subliminiert. 


























Für 4 Personen

120g Pekannüsse
4 Blutorangen (ich habe normale Orangen genommen)
1 Fenchelknolle
1/4 Rotkohl
200g Ziegenfrischkäse

für den Estragon Zitronen Joghurt

1 kleine Handvoll Estragonblätter
1 Zitrone
2 EL Olivenöl
1 Handvoll Minzeblätter
100g fetter Joghurt
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Die Pekannüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten und grob hacken. 
Den Rotkohl sehr fein hobeln, den Fenchel in feine Streifen schneiden. Die Haut der Orangen mit einem scharfen Messer rundherum abschneiden und die Filets vorsichtig herauslösen, den Saft auffangen. 
Für die Sauce die Kräuter fein hacken und mit den anderen Zutaten vermischen. 
Alle Zutaten für den Salat in einer Schüssel mischen, den Ziegenkäse darüberkrümeln und das Dressing darüber geben.  

Quelle: Rotkohl Fenchel Salat mit Estragon-Zitronen-Joghurt aus What Katie ate















Donnerstag, 5. Dezember 2013

Die positive Seite - Soufflé au fromage

Man muss auch mal die positiven Seiten des Winters sehen. Kulinarisch gesehen gibt es doch einiges was uns für den Sonnenmangel und die Matschkälte entschädigt. Heiße Suppen und Brühen, Plätzchen, Glühwein, heiße Maroni und: 
geschmolzener Käse! Ich meine den mit langem ääääääää
Endlich ist sie wieder da, die Zeit der Raclettes, Mont d'or aus dem Ofen, Käsefondues und so weiter und so fort. 

Nun gehört das Käsesoufflé gehört zwar nicht zu den einfachsten Zubereitungsmethoden für Käse - verglichen mit dem Befüllen eines Raclettepfännchens - aber mir ist es eigentlich immer gelungen. 
Es ist hoffentlich normal, dass das Soufflé ca. eine Minute nachdem es den Ofen verlassen hat wieder in sich zusammen fällt. 
Man kann in dem Soufflé übrigens sehr gut Käsereste verwenden. Je kräftiger, desto besser!
So ein Soufflé ist eine schöne Vorspeise oder wenn man zwei davon isst auch eine ganze Mahlzeit.  










Für vier Soufflés: 

2 Eier
100g Käse, möglichst aromatisch (ich habe Comté genommen und die Rinde mit gerieben)
200ml Milch
40g Butter plus etwas zum Einfetten der Förmchen
25g Mehl
Salz, Pfeffer, Muskatnuss


Den Ofen auf 210 Grad vorheizen. Die Butter in einem Topf zum Schmelzen bringen. Das Mehl dazugeben und 1 min anschmelzen. Unter Rühren die Milch dazugeben und ca 5 min köcheln lassen. Den geriebenen Käse dazugeben und schmelzen lassen. 
Mit den Gewürzen abschmecken und vom Feuer nehmen. 
Die Eier trennen. Das Eiweiß steif schlagen. Die Eigelbe unter die Käsemasse rühren und zum Schluss das geschlagene Eiweiß vorsichtig unterheben. Sofort in die gefetteten Souffléförmchen zu 2/3 füllen und ca. 10 min im Ofen backen. 
Gleich aus dem Ofen auf den Tisch. Dazu passt ein grüner Salat. 




































Quelle: Unser Fernsehheft "Télé 2 semaines", Ausgabe unbekannt da ich das Rezept ausgerissen habe

Montag, 2. Dezember 2013

Klassisch Retro - Krabbencocktail

Ich habe noch einen Klassiker entstaubt für die aktuelle Aktion von German Abendbrot.
Das Altbekannte Krabbencocktail.
Beim Eiersalat hatte ich ja schon meine Cocktailschalen vorgeführt, die sich natürlich auch wunderbar eignen würden für den klassischen 70er oder 80er Jahre Krabbencocktail, schön im Glas auf dem Blatt Kopfsalat drapiert. Für mich ist das nach Toast Hawaii, gefüllten Eiern und dem Käsespießchen-Igel DAS Essen aus meiner Kindheit - wenn es mal was besonderes sein sollte.
Das German Abendbrot wollte es ja entstaubt - einen Klassiker etwas reinterpretiert, anders zubereitet.
Ich habe das Rezept auf Seite 218 des "Dr. Oetker Schulkochbuchs" wie folgt abgewandelt:

  • Ich habe frische Garnelen genommen - nicht die aus dem Becher in Salzlake (berck)
  • Statt Spargel gabs die Krabben mit Avocado 
  • Statt im Glas wurde direkt in der Avocadoschale serviert - Avocado teilen, Stein entfernen, vorsichtig mit einem Löffel aushöhlen, geschälte Garnelen in die Schale geben, Fruchtfleisch mit der Rundung nach oben auf die Schale setzen. 
  • Die Mayonnaise habe ich mit Joghurt ersetzt (4 EL)
  • Als Ketchup habe ich selbstgemachten Rhabarber-Tomaten-ketchup verwendet.  Dann hatte sich auch das Abschmecken mit Orangensaft erledigt. (2 EL)
  • Statt dessen Abschmecken mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Cognac

Die Sauce über die Garnelen in der Schale und auf das Fruchtfleisch geben. Mit einer Garnele garnieren.

Wer näher am Klassiker bleiben mag kann natürlich das Ganze noch auf ein Salatblatt setzen. Walnüsse eignen sich auch gut als Begleiter und kleinen Knack dazu.

Und ein Bild von meiner Ausgabe des Schulkochbuchs mag ich euch nicht vorenthalten.











Samstag, 12. Oktober 2013

Meiner Oma ihr Eiersalat - mit viiiel Schnittlauch

Meine Oma ist jetzt 93(!) und kocht jetzt leider nicht mehr so viel. 
Da sie mich mehrere Jahre lang während meiner Kindheit mittagessentechnisch versorgt hat stammen ein Großteil meiner kulinarischen Kindheitserinnerungen aus ihren Töpfen und ihrem Backofen. 
Ihr Hefezopf ist unerreicht, sie hat eine Torte kreiert mit einer Mokkacreme und einer Baiserhaube, die im ganzen Dorf bekannt war, und deren Tradition meine Mutter jetzt würdig fortführt. 
Ich weiß noch ganz genau wie sie mir beigebracht hat dass man Spätzlesteig solange mit dem Holzlöffel aufschlagen muss dass der Teig Blasen wirft. Hach, und so vieles mehr. 
Eins der Highlights war dieser Eiersalat, den sie zu den Geburtstagsfeierlichkeiten regelmäßig in einer wunderschönen Glasschale mit Stiel servierte. 
Diese Woche hatte ich einen richtigen Jieper auf diesen Eiersalat - es ist Jahre her, dass sie ihn zum letzten Mal gemacht hat, aber sie hat mir mal das Rezept verraten aus der Rezept-Enzyklopädie, die sie noch von der Hauswirtschaftsschule, die sie seinerzeit besucht hat, besitzt. 
Ich habe ihn nur ein ganz klein wenig modifiziert. Aber in Gedenken an die Schüssel mit Stiel meiner Oma und an die Zeit damals in einem schön kitschigen Cocktailglas serviert. Kennt Ihr das noch? Die Krabbencocktails wurden ja früher auch immer in sowas angerichtet - Schön auf dem Kopfsalatblatt drapiert. Herrlich!






































Für zwei kleine Portionen

2 Eier
5 EL Sahne
2 EL Öl
1 EL Senf
1 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer, Zucker
1 Bund Schnittlauch

Die Eier 10 min hart kochen und nach Erkalten pellen. Die Eigelbe herausnehmen und mit den restlichen Zutaten zu einer Sauce verrühren. 
Die Eiweiße in Würfel oder wie meine Oma in Scheiben schneiden. 
Die Sauce darübergeben und mindestens zwei Stunden durchziehen lassen. 
Das auf einer Scheibe schönem Brot.....

Zum Schnittlauch habe ich eine Anmerkung. Ich habe in der Sendung alfredissimo mal gesehen dass Alfred einen Schnittlauchsalat zubereitet hat und dafür den Schnittlauch vor dem Schneiden kurz blanchiert hat. Weil ich viel Schnittlauch im Salat haben wollte, dachte ich, das würde ein wenig Schärfe nehmen und hab das so gemacht. Nächstes Mal nehme ich den Schnittlauch lieber roh - das Blanchieren macht einen komischen Geschmack - jedenfalls nicht weniger scharf aber irgendwie weniger frisch. Und ist nicht das herrlich Frische das was wir am Schnittlauch so lieben? 
Meine Oma nimmt übrigens keinen Schnittlauch, sondern etwas fein gehackte Petersilie. 











Dienstag, 4. Juni 2013

Roh und fein. Heute Carpaccio Tag

Ich finde dass manche Sachen einfach überbewertet werden. Also ich meine Gerichte, die zeitweise überall in sämtlichen Speisekarten hoch und runter genudelt werden. Carpaccio ist so ein Beispiel - Tartar ein andes. In einem Restaurant was so einigermassenwas auf sich hält, muss mindestens eins der beiden auf der Karte stehen. In allen Variationen - meistens Thunfisch, Lachs, Jakobsmuschel usw. Ist einfach chic und scheint zum guten Ton zu gehören. Eigentlich führt das bei mir meist dazu dass mir die Freude an sowas verloren geht. Im Falle von Carpaccio mache ich jetzt aber mal eine Ausnahme. Ist halt doch was Feines. 
Die Franzosen hier übertreiben es aber tatsächlich am dollsten. Carpaccio ist so was von salonfähig und in dass es Restaurants gibt, die an bestimmten Tagen "all-you-can-eat" Carpaccio anbieten - da kommt dann nicht nur ein Teller, sondern gleich vier oder fünf  - eben so viel man essen kann. Noch ein Curiosum ist dass die Französisch klassischerweise zu Carpaccio Pommes frites reichen - weiss der Himmel warum. Scheinbar weils sonst zu leicht und wenig nahrhaft ist. Oder weil man das verwandte Rindfleischtartar auch mit Pommes essen muss. 
Trotzdem mögen wir Carpaccio ab und an gerne und schrecken auch nicht vor Variationen zurück wie die beiden hier.
Das Blumenkohl Carpaccio ist inspiriert aus Dem Buch "Daily Marx" von Thierry Marx, einem hierzulande bekannten und aus den Medien bekannten "chef".
Das Carpaccio aus Bresaola ist eine Eigenkreation, die daraus entstanden ist dass das abgepackte Carpaccio mit der komischen unappetitlichen Marinade doch nicht immer so einladend ist und dass Bresaola einfach lecker ist und schliesslich auch rohes Rindfleisch ist.

Für das Blumenkohl Carpaccio

drei oder vier grössere Blumenkohlröschen

1 EL weisser Balsamicoessig

3EL Haselnussöl

Schnittlauch

Fleur de sel

Pfeffer

Die Blumenkohlröschen waschen und mit einer Mandoline oder einem scharfen Messer in feine Scheiben schneiden. Auf einem Teller anrichten. Aus dem Essig und dem Öl eine vinaigrette rühren, über den Blumenkohl giessen und ca. eine Stunde kühl stellen.
Vor dem Servieren mit Scnittlauch bestreuen und Salz und Pfeffer würzen.


Für das Bresaola Carpaccio

ca. 70g Bresaola

1 El Zitronensaft


3 EL Olivenöl
Rucola und/oder junger Spinat
frisch gehobelter Parmesan

Salz, Pfeffer

Aus dem Zitronensaft, dem Öl, Salz und Pfeffer eine Vinaigrette rühren, einen Teil über die angereihten Bresaolascheiben träufeln, mit dem anderen Teil die Rucola- Spinatblätter vermischen, auf das Carpaccio geben und mit geriebenem Parmesan besteuen.

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